Parkgarage Breitenfurterstraße

Parkgarage Breitenfurterstraße

Parkgaragensanierung bei laufendem Betrieb: SPARTA Bautenschutz hat die zweigeschossige Parkgarage Breitenfurter Straße mit rund 400 Stellplätzen instand gesetzt. Chloridschäden, undichte Zwischenebene, Risse und fehlender Betonschutz wurden auf rund 3.000 m² behoben, während die Garage für die Nutzer zugänglich blieb. Befund und Kontrolle übernahm das akkreditierte Prüfinstitut OFI, die Abdichtung kam direkt auf den Bestandsasphalt.

Das Projekt auf einen Blick

  • Objekt Parkgarage Breitenfurter Straße, Wien, zweigeschossig, rund 400 Stellplätze
  • Leistung Parkgaragensanierung mit Bauwerksabdichtung, Betoninstandsetzung, Rissverpressung und Betonschutzbeschichtung
  • Sanierte Fläche rund 3.000 m², davon 1.300 m² Kunstharzabdichtung, 2.000 m² Betonschutz und 2.000 m² Teilflächeninstandsetzung
  • Schadensbild Chloridkorrosion im Untergeschoss, unzureichende Abdichtung der Zwischenebene, Risse über 0,4 mm Weite, fehlende Hochzüge und Dilatationen
  • Systeme Spezialabdichtung von Sto direkt auf Bestandsasphalt, elastifiziertes Kunstharz zur Rissverpressung, CO₂-bremsender Spezialanstrich für Decken und Wände
  • Qualitätssicherung Voruntersuchung, Befundaufnahme und Gegenprüfung durch das OFI, Herstellerprüfung der Abdichtungslösung
  • Besonderheit Zufahrt zu allen nicht gesperrten Bereichen während der gesamten Bauzeit

Unsere Projekte

Das Problem: Chloride, Wasser und Risse in einer Parkgarage aus Stahlbeton

Warum Parkgaragen schneller altern als andere Betonbauwerke

Parkgaragen und Tiefgaragen gehören zu den am stärksten belasteten Betonbauwerken überhaupt. Fahrzeuge bringen im Winter Tausalz ein, das mit dem Schmelzwasser als Chloridlösung in den Beton wandert. Chloride sind für Stahlbeton gefährlicher als Karbonatisierung: Sie durchbrechen die schützende Passivschicht der Bewehrung lokal und lösen Lochfraßkorrosion aus, die von außen lange unsichtbar bleibt.

Dazu kommen Frost-Tau-Wechsel im Einfahrtsbereich, dynamische Lasten aus dem Verkehr, Öl und Treibstoff auf den Böden und Abgase, die die Karbonatisierung der Decken beschleunigen. Undichte Zwischendecken lassen chloridhaltiges Wasser in die darunterliegende Ebene tropfen, wo es an der Deckenuntersicht Schäden verursacht. Wer eine Parkgarage betreibt, hat es daher mit mehreren Schadensmechanismen gleichzeitig zu tun.

Das Bauwerk und sein Schadensbild

Die Parkgarage Breitenfurter Straße ist eine zweigeschossige Anlage mit rund 400 Stellplätzen. Bei der Begutachtung kamen alle typischen Schäden zusammen. Die Abdichtung der Zwischenebene war unzureichend, sodass Wasser in das Untergeschoss gelangte.

Dort zeigten sich Chloridkorrosionsschäden an Decken, Wänden und Stützen. Risse mit einer Weite über 0,4 mm zogen sich durch die Bauteile und öffneten weitere Wege für Wasser und Chloride. Hochzüge, also die aufgekanteten Abdichtungsränder an Wänden und Stützen, fehlten oder waren schadhaft, Dilatationen zwischen den Bauteilen waren nicht fachgerecht ausgebildet.

Ein Betonschutz, der die Oberflächen gegen weiteren Chlorid- und CO₂-Eintrag abschirmt, war nicht vorhanden.

Die Aufgabe: sanieren, ohne die Garage zu schließen

Für den Betreiber stand fest, dass die Garage saniert werden muss, um Tragsicherheit und Nutzungsdauer zu sichern. Ebenso klar war die Randbedingung: Ein vollständiger Sperrbetrieb kam nicht infrage, die Nutzer mussten ihre Stellplätze weitgehend erreichen können.

Das Sanierungskonzept musste also vier Ziele gleichzeitig erreichen: die Zwischenebene dauerhaft abdichten, die chloridgeschädigten Bereiche im Untergeschoss statisch und dauerhaft instand setzen, Risse kraftschlüssig oder abdichtend verschließen und die gesamte Betonoberfläche gegen weitere Karbonatisierung und Chlorideintrag schützen. Und das alles in Teilabschnitten, damit die Zufahrt zu den nicht gesperrten Bereichen jederzeit möglich blieb.

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Die Lösung: abschnittsweise Instandsetzung nach Befund

Befundaufnahme durch das OFI

Vor der Ausführung hat das akkreditierte Prüfinstitut OFI eine umfassende Voruntersuchung und Befundaufnahme durchgeführt: Chloridgehalte in verschiedenen Tiefen, Karbonatisierungstiefen, Betondeckung, Haftzugfestigkeit des Untergrunds und Rissbild. Auf dieser Grundlage wurden die Sanierungsschritte je Bereich festgelegt, statt pauschal die gesamte Garage zu behandeln. Bereiche mit kritischem Chloridgehalt wurden der Teilflächeninstandsetzung zugeordnet, Flächen mit intaktem Beton dem Betonschutz.

Das spart Kosten und begrenzt die Eingriffe auf die tatsächlich geschädigten Flächen. SPARTA Bautenschutz arbeitet bei Parkgaragen grundsätzlich nach den geltenden Normen und Richtlinien für Garagen und Parkdecks, fremdüberwacht und gütegesichert.

Bauwerksabdichtung der Zwischenebene auf dem Bestandsasphalt

Für die Zwischenebene wurde eine besondere Lösung gefunden: eine Spezialabdichtung von Sto, die direkt auf den vorbereiteten Bestandsasphalt appliziert wurde. Üblicherweise muss der alte Belag abgebrochen, entsorgt und die Decke bis auf den Beton freigelegt werden, bevor eine neue Abdichtung eingebaut wird. Dieser Abbruch entfiel.

Die Sperrzeiten wurden dadurch erheblich verkürzt, Lärm und Staub reduziert und die Kosten gesenkt. Die Eignung dieser Lösung wurde vom Hersteller in Voruntersuchungen am Objekt nachgewiesen und vom OFI gegengeprüft, damit die Abdichtung dauerhaft auf dem Asphalt haftet und die Bewegungen des Belags mitmacht. Auf 1.300 m² kam so eine Kunstharzabdichtung zum Einsatz.

Teilflächeninstandsetzung im Untergeschoss

Die chloridgeschädigten Bereiche wurden im Rahmen einer Teilflächeninstandsetzung auf rund 2.000 m² bearbeitet. Der geschädigte, chloridbelastete Beton wurde abgetragen, die Bewehrung freigelegt, entrostet und mit Korrosionsschutz versehen, der Querschnitt mit Instandsetzungsmörtel wiederhergestellt. Fehlende Hochzüge wurden ergänzt, damit die Abdichtung an Wänden und Stützen sauber hochgeführt und angeschlossen werden kann.

Dilatationen wurden fachgerecht ausgebildet, sodass die Bauteile sich bewegen können, ohne dass Risse entstehen. Abgassockel wurden hergestellt. Mehr zur Methode unter Betoninstandsetzung und Beschichtung.

Rissverpressung mit elastifiziertem Kunstharz

Risse mit einer Weite über 0,4 mm wurden mit einem elastifizierten Kunstharz verpresst. Dabei werden Packer entlang des Risses gesetzt und das Harz unter Druck in den Riss injiziert, bis er vollständig gefüllt ist. Das elastifizierte Material verschließt den Riss dauerhaft und nimmt Bewegungen aus Temperatur und Last auf, ohne wieder aufzureißen.

So bleibt der Weg für Wasser und Chloride zur Bewehrung geschlossen. Bei Rissen, die kraftschlüssig verbunden werden müssen, kommen stattdessen Epoxidharze zum Einsatz. Mehr dazu unter Verpress- und Injektionstechnik.

Betonschutz für Decken und Wände

Auf rund 2.000 m² erhielten Decken und Wände einen CO₂-bremsenden Spezialanstrich. Die Beschichtung verlangsamt die Karbonatisierung des Betons und verhindert damit, dass die Bewehrung ihren alkalischen Korrosionsschutz verliert. Sie bildet zugleich eine Barriere gegen Spritzwasser und Chloride. Ein Nebeneffekt, der für Betreiber zählt: Die hellen Oberflächen verbessern die Ausleuchtung der Garage und das Sicherheitsempfinden der Nutzer.

Baustellenlogistik bei laufendem Betrieb

Die Arbeiten wurden in Teilabschnitten geplant, sodass immer nur ein Teil der Stellplätze gesperrt war. Zufahrten, Fluchtwege und Rampen blieben frei, die Abschnitte wurden so gewählt, dass die Abdichtung jeweils mit ihren Hochzügen und Anschlüssen fertiggestellt werden konnte, bevor der nächste Bereich begann. Für die Nutzer bedeutete das planbare, kurze Einschränkungen statt einer monatelangen Schließung.

Das Ergebnis: rund 3.000 m² saniert, Lebensdauer verlängert, Nutzer nie ausgesperrt

Die Zahlen

Die Sanierung der Parkgarage Breitenfurter Straße wurde auf einer Fläche von rund 3.000 m² umgesetzt: 1.300 m² Kunstharzabdichtung, 2.000 m² Betonschutz und 2.000 m² Teilflächeninstandsetzung. Die Kombination aus befundbasierter Planung, abschnittsweiser Ausführung und geprüften Spezialprodukten hat die Nutzungsdauer der Garage deutlich verlängert und die Sicherheit des Bauwerks wiederhergestellt.

Durch die Abdichtung direkt auf dem Bestandsasphalt konnte die Sanierung in außerordentlich kurzer Zeit abgeschlossen werden. Die Nutzer hatten während der gesamten Bauphase Zufahrt zu den nicht gesperrten Bereichen.

Wartung nach der Sanierung

Eine sanierte Parkgarage bleibt nur dann dauerhaft geschützt, wenn sie gepflegt wird. Empfehlenswert sind eine jährliche Sichtkontrolle von Abdichtung, Hochzügen, Fugen und Abläufen, eine gründliche Reinigung im Frühjahr, um Tausalzreste zu entfernen, und die zeitnahe Reparatur mechanischer Beschädigungen der Beschichtung. So bleibt die Investition über Jahrzehnte erhalten.

Was dieses Projekt für Garagenbetreiber zeigt

Eine Parkgaragensanierung oder Tiefgaragensanierung muss keine monatelange Sperre bedeuten. Das gilt für Parkdecks, Parkhäuser und Tiefgaragen von Wohnanlagen gleichermaßen. Entscheidend sind ein belastbarer Befund, ein Konzept in Teilabschnitten und Systeme, die auf dem Bestand aufbauen statt ihn abzubrechen. SPARTA Bautenschutz bietet dafür einen Rundumservice von der Begutachtung über das Sanierungskonzept bis zur fremdüberwachten Ausführung. Details unter Parkgaragensanierung und Kunstharzgaragenbeläge.

Sie betreiben eine Parkgarage, ein Parkdeck oder eine Tiefgarage mit Schäden? Kontaktieren Sie uns für eine Begutachtung.

Häufige Fragen zur Parkgaragensanierung

Antworten auf die Fragen, die uns Auftraggeber zu diesem Thema am häufigsten stellen.

Woran erkennt man, dass eine Parkgarage saniert werden muss?

Typische Anzeichen sind Wasserflecken und Tropfstellen an der Deckenuntersicht, Rostfahnen, Betonabplatzungen mit sichtbarer Bewehrung, Risse in Decken und Wänden, Ausblühungen und abgelöste Beläge. Eine Begutachtung mit Chloridanalyse gibt Aufschluss, wie tief die Schäden reichen.

Muss die Garage während der Sanierung geschlossen werden?

Nicht zwingend. In der Breitenfurter Straße blieb die Zufahrt zu allen nicht gesperrten Bereichen während der gesamten Bauzeit erhalten. Die Arbeiten wurden in Teilabschnitten geplant, sodass immer nur ein Teil der Stellplätze betroffen war.

Was bringt eine Abdichtung direkt auf dem Bestandsasphalt?

Sie erspart den Abbruch und die Entsorgung des alten Belags, verkürzt Sperrzeiten und senkt die Kosten. Voraussetzung ist ein geeigneter, tragfähiger Untergrund, der durch Voruntersuchungen des Herstellers und des Prüfinstituts bestätigt wird.

Ab welcher Rissweite werden Risse verpresst?

In diesem Projekt wurden Risse ab 0,4 mm Weite mit elastifiziertem Kunstharz verpresst. Die Grenze richtet sich nach Beanspruchung, Lage und dem Befund des Prüfinstituts.

Was ist der Unterschied zwischen Chloridschäden und Karbonatisierung?

Karbonatisierung ist ein flächiger Prozess, bei dem Kohlendioxid die Alkalität des Betons senkt und die Bewehrung großflächig zu rosten beginnt. Chloride aus Tausalz greifen die Bewehrung punktuell an und verursachen Lochfraß, der von außen lange unsichtbar bleibt und statisch gefährlicher ist. Parkgaragen sind von beidem betroffen.

Wie lange dauert eine Parkgaragensanierung?

Das hängt von Fläche, Schadensbild und Abschnittsplanung ab. Die Abdichtung direkt auf dem Bestandsasphalt hat in der Breitenfurter Straße wesentlich zur kurzen Bauzeit beigetragen, weil der Abbruch des Belags entfiel.

Übernimmt SPARTA Bautenschutz auch Tiefgaragen von Wohnanlagen?

Ja. Tiefgaragen von Wohnhausanlagen, Parkhäuser, Parkdecks und Betriebsgaragen in Wien und Niederösterreich werden nach demselben Prinzip befundet, geplant und in Abschnitten saniert.

Glossar

Die wichtigsten Fachbegriffe aus diesem Projekt, kurz erklärt.

  • Chloridkorrosion Korrosion der Bewehrung durch Chloride aus Tausalz, die die Passivschicht des Stahls lokal durchbrechen und Lochfraß auslösen.
  • Hochzug Aufkantung der Abdichtung an Wänden, Stützen und Sockeln, damit Wasser nicht hinter die Abdichtung gelangt.
  • Dilatation Bewegungsfuge zwischen Bauteilen, die Längenänderungen aus Temperatur und Last aufnimmt.
  • Rissverpressung Injektion von Kunstharz unter Druck in einen Riss, abdichtend oder kraftschlüssig.
  • Teilflächeninstandsetzung Abtrag und Wiederherstellung des Betons nur in den geschädigten Bereichen statt auf der gesamten Fläche.
  • CO₂-bremsende Beschichtung Anstrich, der das Eindringen von Kohlendioxid verlangsamt und damit die Karbonatisierung des Betons bremst.

Kontaktieren Sie uns noch heute und starten Sie dieses erstklassige Abenteuer mit uns.

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