Umspannwerk Favoriten

Umspannwerk Favoriten

Trafogruben-Sanierung im Umspannwerk Favoriten: Nach rund zwanzig Jahren Betrieb zeigten Unterzüge, Wände und Böden der Trafogruben Schäden an der Betonoberfläche. SPARTA Bautenschutz hat den Beton partiell saniert, Risse kraftschlüssig verpresst und die Flächen mit einer rissüberbrückenden, ölbeständigen und diffusionsoffenen Industriebeschichtung samt Ölsperrgrundierung geschützt.

Das Projekt auf einen Blick

  • Objekt Umspannwerk Favoriten, Wien, Trafogruben
  • Leistung Industriebeschichtung, Ölsperrgrundierung, Betonsanierung, Rissverpressung
  • Ausgangslage rund zwanzig Jahre Betrieb, Schäden an Betonoberflächen von Unterzügen, Wänden und Boden
  • Betonsanierung partiell, an den geschädigten Stellen
  • Beschichtung rissüberbrückend, ölbeständig, diffusionsoffen
  • Ölwanne Beschichtung mit Ölsperre
  • Risse kraftschlüssig verpresst

Unsere Projekte

Das Problem: zwanzig Jahre Belastung in der Trafogrube

Was eine Trafogrube leisten muss

In einem Umspannwerk stehen die Transformatoren in Trafogruben. Diese Stahlbetonwannen haben eine Schutzfunktion: Tritt Isolieröl aus einem Transformator aus, muss es sicher aufgefangen werden und darf weder in den Boden noch ins Grundwasser gelangen. Die Grube muss deshalb dicht, ölbeständig und tragfähig sein.

Trafogrube im Umspannwerk Favoriten vor der Sanierung
Eine der Trafogruben vor der Sanierung.

Das Schadensbild

Nach rund zwanzig Jahren waren die Trafogruben zu sanieren. An den Betonoberflächen von Unterzügen, Wänden und Boden wurden Schäden festgestellt. Dazu kamen Risse, die die Dichtheit der Wanne gefährden. Gerade in einer Ölwanne ist jeder Riss ein möglicher Weg für Öl in das Bauteil und darüber hinaus.

Schäden an der Betonoberfläche einer Wand in der Trafogrube
Schäden an der Betonoberfläche einer Wand.

Die Aufgabe

Gesucht war ein Sanierungssystem, das vier Anforderungen gleichzeitig erfüllt: die Schadstellen dauerhaft instand setzen, Risse kraftschlüssig schließen, die Flächen ölbeständig abdichten und dabei diffusionsoffen bleiben, damit Feuchte aus dem Beton entweichen kann und die Beschichtung nicht unterwandert wird.

Kontaktieren Sie uns

Die Lösung: Betonsanierung, Rissverpressung und Ölsperre

Partielle Betonsanierung

Die Betonoberflächen wurden partiell saniert, also gezielt an den geschädigten Stellen. Geschädigter Beton wurde abgetragen, freiliegende Bewehrung geschützt und der Querschnitt mit Instandsetzungsmörtel wiederhergestellt. Intakte Flächen blieben erhalten. Das begrenzt den Eingriff auf das Notwendige und spart Zeit und Kosten.

Wand der Trafogrube während der Instandsetzung
Wand während der Instandsetzung der Schadstellen.

Kraftschlüssige Rissverpressung

Risse wurden kraftschlüssig verpresst. Dabei wird ein Epoxidharz über Packer unter Druck in den Riss eingebracht, bis er vollständig gefüllt ist. Das Harz verbindet die Rissufer fest miteinander, sodass das Bauteil wieder als Ganzes trägt und der Riss als Weg für Öl und Wasser geschlossen ist. Mehr dazu in unserem Fachbeitrag Risse im Beton.

Was eine Beschichtung in der Trafogrube aushalten muss

Die Anforderungen an eine Ölwannenbeschichtung gehen weit über die einer normalen Bodenbeschichtung hinaus. Sie muss gegen Isolieröl beständig sein, darf bei Bewegungen im Beton nicht reißen, muss mechanischen Belastungen bei Wartungsarbeiten standhalten und gleichzeitig Wasserdampf aus dem Bauteil durchlassen.

Diese Eigenschaften widersprechen sich teilweise. Eine sehr dichte Schicht ist ölbeständig, lässt aber keine Feuchte entweichen. Eine sehr offene Schicht lässt Feuchte durch, hält aber Öl schlechter zurück. Die Lösung liegt in einem abgestimmten Aufbau, bei dem Grundierung und Beschichtung diese Aufgaben gemeinsam erfüllen.

Ölsperrgrundierung und Ölwannenbeschichtung

Beton ist porös, und Öl dringt mit der Zeit in ihn ein. Eine Ölsperrgrundierung verschließt die Poren und verhindert, dass Öl in den Beton wandert und die Beschichtung von unten ablöst. Darauf wurde die Ölwannenbeschichtung aufgebaut.

Beschichteter Boden der Ölwanne mit Kabeldurchführungen
Beschichteter Boden der Ölwanne mit Kabeldurchführungen.

Die Beschichtung ist rissüberbrückend, sodass feine Bewegungen im Beton die Dichtheit nicht gefährden. Sie ist ölbeständig, damit sie auch bei austretendem Isolieröl dauerhaft hält. Und sie ist diffusionsoffen, damit Feuchtigkeit aus dem Bauteil entweichen kann, statt sich unter der Beschichtung zu stauen.

Warum partiell statt flächig saniert

Nicht jede Fläche einer alten Trafogrube ist geschädigt. Eine flächige Erneuerung des Betons hätte intakte Bauteile unnötig abgetragen und die Bauzeit verlängert. Die partielle Sanierung beschränkt den Eingriff auf die tatsächlichen Schadstellen. Die flächige Schutzwirkung übernimmt danach die Beschichtung.

Freigelegte Schadstelle im Boden der Trafogrube
Freigelegte Schadstelle im Boden.

Die Arbeitsschritte im Überblick

  1. Aufnahme der Schäden an Unterzügen, Wänden und Boden
  2. Reinigung der Flächen und Entfernen ölverunreinigter Schichten
  3. Partielle Betonsanierung der Schadstellen
  4. Setzen der Packer und kraftschlüssige Verpressung der Risse
  5. Ölsperrgrundierung
  6. Rissüberbrückende, ölbeständige und diffusionsoffene Ölwannenbeschichtung
  7. Endkontrolle der beschichteten Flächen

Das Zusammenspiel der Schichten

Jede Schicht übernimmt eine eigene Aufgabe. Die Betonsanierung stellt den tragfähigen Untergrund her, die Verpressung schließt Risse im Bauteilinneren, die Ölsperrgrundierung hält Öl vom Beton fern, und die Beschichtung bildet die dichte, belastbare Oberfläche. Fehlt eine davon, wird das Gesamtsystem angreifbar.

Das Ergebnis: dichte, ölbeständige Trafogruben

Was erreicht wurde

Die Trafogruben sind instand gesetzt und neu geschützt. Schadstellen an Unterzügen, Wänden und Boden sind saniert, Risse kraftschlüssig geschlossen, und die Flächen tragen eine rissüberbrückende, ölbeständige und diffusionsoffene Beschichtung mit Ölsperre. Die Gruben erfüllen damit wieder ihre Schutzfunktion.

Fertig beschichteter Boden einer Trafogrube im Umspannwerk Favoriten
Die fertig beschichtete Trafogrube.

Worauf Netzbetreiber achten sollten

Trafogruben stehen selten im Blick, weil sie im Normalbetrieb trocken bleiben. Genau deshalb lohnt eine regelmäßige Sichtprüfung auf Risse, Abplatzungen und Ölspuren. Wer Schäden früh erkennt, kann partiell sanieren und plant die Arbeiten mit ausreichend Vorlauf für Abschaltungen.

Was dieses Projekt für Netzbetreiber zeigt

Trafogruben altern unauffällig, bis Risse die Dichtheit in Frage stellen. Eine abgestimmte Sanierung aus Instandsetzung, Rissverpressung und Ölsperrsystem stellt die Schutzfunktion dauerhaft wieder her, ohne die Gruben neu zu bauen. Mehr dazu unter Betoninstandsetzung und Beschichtung und Verpress- und Injektionstechnik. Ein weiteres Umspannwerk zeigt das Projekt Umspannwerk Simmering.

Sie betreiben Trafogruben, Ölwannen oder Auffangräume mit Sanierungsbedarf? Kontaktieren Sie uns.

Häufige Fragen zur Sanierung von Trafogruben

Antworten auf die Fragen, die uns Auftraggeber zu diesem Thema am häufigsten stellen.

Was ist eine Trafogrube?

Eine Auffangwanne aus Stahlbeton unter einem Transformator. Sie fängt austretendes Isolieröl auf, damit es nicht in Boden oder Grundwasser gelangt.

Was bewirkt eine Ölsperrgrundierung?

Sie verschließt die Poren des Betons und verhindert, dass Öl in den Beton eindringt und die Beschichtung von unten ablöst.

Warum muss die Beschichtung diffusionsoffen sein?

Damit Feuchtigkeit aus dem Beton entweichen kann. Staut sie sich unter einer dichten Schicht, kann sich die Beschichtung ablösen.

Was heißt kraftschlüssig verpressen?

Der Riss wird mit einem hochfesten Harz, meist Epoxid, gefüllt, das die Rissufer fest verbindet. Das Bauteil trägt danach wieder als Ganzes.

Wie oft müssen Trafogruben saniert werden?

Das hängt von Belastung und Zustand ab. Hier war es nach rund zwanzig Jahren nötig. Regelmäßige Sichtkontrollen zeigen Risse und Schäden früh.

Warum nicht einfach nur beschichten?

Weil eine Beschichtung auf geschädigtem oder gerissenem Beton nicht dauerhaft hält. Erst Instandsetzung und Rissverpressung schaffen den Untergrund, auf dem die Beschichtung ihre Aufgabe erfüllt.

Was passiert, wenn eine Trafogrube undicht ist?

Austretendes Isolieröl kann in das Bauteil und im schlimmsten Fall in Boden und Grundwasser gelangen. Deshalb ist die Dichtheit der Ölwanne die zentrale Anforderung an jede Sanierung.

Glossar

Die wichtigsten Fachbegriffe aus diesem Projekt, kurz erklärt.

  • Trafogrube Ölauffangwanne aus Stahlbeton unter einem Transformator.
  • Ölsperrgrundierung Grundierung, die das Eindringen von Öl in den Beton verhindert.
  • Diffusionsoffen Durchlässig für Wasserdampf, sodass Feuchte aus dem Bauteil entweichen kann.
  • Kraftschlüssige Verpressung Rissfüllung, die die Rissufer fest verbindet und Kräfte überträgt.

Kontaktieren Sie uns noch heute und starten Sie dieses erstklassige Abenteuer mit uns.

Message sent!

An error has occurred somewhere and it is not possible to submit the form. Please try again later.